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Organspende-Skandal in Indien: Niere für 500 Euro verkauft
Zehn Verdächtige, unter ihnen Vermittler und Organverkäufer, wurden bislang festgenommen
21.01.03, Neu-Delhi - Bei einem Organspendenskandal im Norden Indiens haben Arme jeweils eine ihrer Nieren an reiche Empfänger verkauft. Mindestens sechs Verkäufer starben nach Angaben der Behörden vermutlich an den Folgen der Operation, weil sie nicht richtig versorgt wurden. Die Spender erhielten nach indischen Presseberichten zwischen 25 000 und 100 000 Rupien (500 bis 2000 Euro) für eine Niere. Organhandel ist in Indien verboten. Organspenden sind bis auf wenige Ausnahmen nur unter Verwandten erlaubt. Nach Angaben der Behörden wurden in den vergangenen fünf Jahren im Punjab 2384 Nieren verpflanzt. In den meisten untersuchten Fällen seien die Adressen der Spender gefälscht gewesen. Zehn Verdächtige, unter ihnen Vermittler und Organverkäufer, wurden bislang festgenommen. Der Regierungschef des Punjab, Amrinder Singh, sagte der Zeitung
"Asian Age", in vielen Fällen seien die Verkäufer um die Bezahlung, die ihnen zuvor versprochen worden war, betrogen worden. Nach Angaben Singhs gibt es auch Hinweise auf Schmiergeldzahlungen an Politiker.
(Quelle: dpa)
Indien testet weitere Boden-Luft-Rakete
21.01.03, Neu-Delhi - Indien hat zum dritten Mal in diesem Monat eine Rakete getestet. Wie das Verteidigungsministerium in Neu-Delhi mitteilte, wurde am Montag auf dem Militärgelände von Chandipur an der Ostküste eine Boden-Luft-Rakete vom Typ Akash erfolgreich gezündet. Ministeriumssprecher P.K. Bandyopadhyay sprach von einem weiteren Routinetest. Pakistan warf Indien Kriegsbesessenheit vor. Die Akash, was auf Hindi
"Himmel" bedeutet, ist die modernste Luftabwehrrakete indischer Bauart. Sie war bereits am Samstag getestet worden. Die Waffe hat eine Reichweite von 25 Kilometern. Der pakistanische Informationsminister Sheikh Rashid Ahmed erklärte nach dem neuesten Raketentest vom Montag, sein Land werde sich nicht in einen Rüstungswettlauf mit Indien drängen lassen. Man werde sich aber zu verteidigen wissen.
(Quelle: AP)
US-Elektroschrott verschmutzt Asiens Umwelt
26.02.02 Ausrangierte Computer und anderer Elektronikschrott aus den Vereinigten Staaten werden nach China, Pakistan oder Indien exportiert und dort unter
gesundheits-
gefährdenden Bedingungen von der einheimischen Bevölkerung ausgeschlachtet. Nach einem Bericht des Basel Action Network und des Silicon Valley Toxics Coalition lagern die zum Teil hochgiftigen Abfälle an Flussufern, Bewässerungs-
kanälen oder auf Feldern, verseuchen hier die Umwelt und bedrohen die Gesundheit der Bevölkerung. Der Export gefährlicher Abfälle ist seit 1989 nach der Baseler Konvention verboten; die USA haben das UN-Abkommen jedoch nicht ratifiziert.
Pest in Indien
19.02.02 Im nordindischen Bundesstaat Himachal Pradesh sind vier Menschen an der Pest gestorben, vierzehn weitere befinden sich in ärztlicher Behandlung. Damit hat sich der Verdacht eines neuen Pestausbruchs in Indien bestätigt. An der letzten Epidemie 1994 starben in Westindien mehr als 50 Menschen.
Die Lungenpest, die durch das Bakterium Yersinia pestis ausgelöst wird, hat vor allem im Mittelalter in Europa zu verheerenden Seuchenzügen geführt. Der Erreger gelangt zunächst durch Stiche von Rattenflöhen ins menschliche Blut, kann aber dann durch Tröpfchen-
infektionen direkt übertragen werden. Die Krankheit ist heute mit Antibiotika heilbar, ohne Behandlung endet die Ansteckung nach wenigen Tagen fast immer tödlich.
Absurdum "probiotischer Joghurt"
Die Idee ist eigentlich nicht schlecht: die "probiotischen" Bakterien aus dem Milchprodukt sollen sich im Darm ansiedeln und somit die Verdauung verbessern und das
Wohlbefinden steigern. Jedoch sterben rund 98 % der aufgenommen Bakterien schon im Magen ab, der Rest geht recht schnell im Darm zugrunde. Wenn man Willens ist eine dauerhaft Kultur dieser Bakterien im Darm aufzubauen, müsste man alle 2 Stunden einen Becher Joghurt essen. Schon nach einem Tag ohne Joghurt lässt sich mit molekulargenetischen Methoden kein Überbleibsel dieser Bakterien mehr nachweisen. Somit dürfte das probiotische Produkt allenfalls das Wohlbefinden derer erhöhen, die Aktien der Firma Nestle besitzen.
(Quelle: timoschwandt.de)
Indien
untersucht wegen Milzbrand den Pestausbruch von 1994
01.11.01 Wegen der Milzbrand-Fälle in den USA
untersucht Indien den Pestausbruch von 1994 auf Spuren von angeblicher biologischer
Kriegsführung. Die Regierung habe Nachforschungen angeordnet, berichtete
die Zeitung "Indian Express" am Mittwoch.
Die Pest war 1994 in Surat im westlichen Bundesstaat Gujarat
ausgebrochen und hatte bis zu 100 Menschen getötet. Experten führten die
Krankheit auf die riesigen verwesenden Müllberge zurück, die offen auf
den Straßen lagen und von denen sich Ratten ernährten.
Dennoch hatte es auch damals schon Theorien gegeben, die die Ursache des
Pestausbruchs nicht in der mangelhaften städtischen Hygiene, sondern in
einem angeblichen Angriff suchten. (Quelle: Bild der Wissenschaft)
IG-Nobelpreis 2001 für Indien
05.10.01 Verglichen mit der Auszeichnung des Vorjahrs fällt der
IG-Nobelpreis auf dem Gebiet der Gesundheit diesmal
recht unspektakulär aus. Waren 2000 drei schottische
Forscher für ihre Studien über den Zusammenbruch öffentlicher
Toiletten in Glasgow ausgezeichnet wurden, geht der
Preis dieses Jahr nach Indien. Chittaranjan Andrade und
B.S. Srihari vom National Institute of Mental Health and
Neurosciences in Bangalore erhalten für eine spektakuläre
Entdeckung den Ig-Preis: Die beiden haben
herausgefunden, dass Jugendliche des Öfteren in der
Nase bohren... (Quelle: der Spiegel)
Indien will mehr Ingenieure ausbilden
Derzeit verlassen rund
180.000 Ingenieure pro Jahr die indischen Hochschulen
08.11.00
Indien will in den nächsten Jahren deutlich mehr Ingenieure ausbilden, um
den weltweiten Mangel an Fachkräften zu lindern, der sich immer mehr als
Wachstumsbremse erweist. Derzeit verlassen rund 180.000 Ingenieure pro
Jahr die indischen Hochschulen. Schon ab dem kommenden Jahr soll die Zahl
der Studienanfänger verdoppelt werden. Dazu wurde unter anderem eine
spezielle "Task Force" gegründet, um die Zahl der
Informatikspezialisten zu erhöhen. Sie werden nicht nur im Ausland
dringend benötigt: Die indischen Software-Exporte steigen jährlich um
rund 60 Prozent. (Quelle: die Welt)
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