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Indiens Nationalhymne 'Jana Gana Mana' (In lateinischer Umschrift mit Übersetzung)
>> jana gana mana in devanagari-schrift
Lateinische Umschrift der indischen Nationalhymne:
[bhaaratiiya raaShTragaan]

jana gaNa mana adhinaayaka jaya he
bhaarata bhaagya vidhaata
panjaaba sindhu gujaraata maraaThaa
draaviDa utkala vanga
vindhya himaachala yamunaa gangaa
uchchhala jaladhi taranga
tava shubha naame jaage
tava shubha aashiSha maange
gaahe tava jaya gaatha
jana gaNa mangaladaayaka jaya he
bhaarata bhaagya vidhaata
jaya he jaya he jaya he
jaya jaya jaya jaya he

Deutsche Übersetzung:
Herrscher über den Geist der Massen, Sieg Dir!
Indiens Schicksalslenker,
In Panjab, Sindhu, Gujarat, Maratha, 
Dravida, Utkal und Bengalen,
über das Vindhya-Gebirge, den Himalaya, durch den Jamuna, den Ganges,
über die hohen Woben des Ozeans,
Dein großer Name möge erwachen.
Sie erbitten deinen Segen,
Sie singen dein Siegeslied.
Glückbringer der Massen, Sieg Dir!
Indiens Schicksalslenker
Sieg Dir! Sieg Dir! Sieg Dir!
Sieg, Sieg, Sieg, Sieg Dir!

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Geschichte der indischen Nationalhymne 'Jana Gana Mana'

Am Dienstag, den 24. Januar 1950 wurde 'Jana Gana Mana' offiziell durch die Verfassunggebende Versammlung als Nationalhymne angenommen.
Das Lied wurde von Nobelpreisträger Rabindranath Tagore auf Bitten eines Freundes aus Anlass des Besuches von König Georg V  auf der 26sten Versammlung des Indischen Nationalkongresses am 27.12.1911 verfasst.
Die britischen Kolonialherren dachten, das Lied sei eine Hymne an ihren König. Tagore jedoch verstand unter 'Bharat Bhagya Vidhata' (Indiens Schicksalslenker) Gott.

Jana Gana Mana wurde schließlich zum Lobgesang des Sieges und des Glanzes Indiens erklärt.

Es wurde im Januar 1912 zuerst unter dem Titel 'Bharat Vidhata' in der Tatvabodhini Patrika, dem offiziellen Organ der Religionsgemeinschaft Adi Brahmo Samaj, veröffentlicht. Damals war Ravindranath Tagore Redakteur dieses Journals. Das Lied wurde mit dem Untertitel Brahmo-Sangeet (eine Art religiöse Musik) versehen. Wie auch immer, die englische Übersetzung des Bengali-Originals wurde bereits am 28.12.1911 in der Zeitschrift 'Bengalee' publiziert. 
Um einiges später wurde es zu Tagores Sammlung religiöser Lobgesänge, Dharma Sangeet, hinzugefügt.

Als Indien 1947 unabhängig wurde, brauchte der junge Staat eine Nationalhymne. Provisorischerweise wählte man 'Jana Gana Mana'. Als die Vereinten Nationen Indien als freies Land in ihrer Mitte begrüßen wollten, spielte das New Yorker Orchester, welches als Vorlage nicht mehr als eine alte Aufnahme der Hymne hatte, das Lied mit solcher Inbrunst, dass es von den Anwesenden Delegierten mit großem Applaus aufgenommen wurde.

Schon der Freiheitskämpfer Subhash Chandra Bose (welcher im Gegensatz zu Gandhi den bewaffneten Widerstand vorzog) hielt Jana Gana Mana für die ideale Nationalhymne. Als er während des 2. Weltkrieges in Deutschland die Indische Unabhängigkeitsliga gründete, erklärte er 'Jai Hind' ('Sieg Indien', wobei 'Hind' die arabische Bezeichnung für Indien ist) zu seiner Kampfparole und Jana Gana Mana zur Nationalhymne. Er wählte dieses Lied, weil es die totale Einheit Indiens bezeichnete. Als 1942 in Hamburg die Deutsch-Indische Kulturelle Gesellschaft gegründet wurde, ertönte 'Jana Gana Mana' zum ersten Mal als Indiens Hymne.

Jedoch war dieses Lied als Nationalhymne nie ganz unumstritten, da es auch bei den Engländern, die es für eine Ode an King George V hielten, großen Anklang fand und sogar offiziell gesungen werden durfte (etwa bei den indischen PfadfinderInnen).
Viele wünsch(t)en sich Bankim Chandra Chatterjis Gedicht 'Vande Mataram', welches heute offizielles Nationallied Indiens ist, als Nationalhymne.
Da es sich bei 'Vande Mataram' jedoch um ein Stück der klassischen indischen Musik handelt, kann es -im Gegensatz zu 'Jana Gana Mana'- schlecht vom Orchester gespielt werden.

Quelle: Booklet der CD 'Jana Gana Mana', Bharatbala Productions
(c) 2001 www.theInder.net