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FILMKRITIK

von Karol Pamplaniyil

 

 

 
Regie Kunal Kohli
Besetzung Saif Ali Khan
Rani Mukherjee
Kirron Kher
Rishi Kapoor
Jimmy Shergill
Musik Jatin Lalit
Produzent Yash Raj Films
Genre Komödie
Dauer 2h 30 min
 


Hum Tum

Kunal Kohli’s zweite Veröffentlichung „Hum Tum“ ist eine simple und Bollywood typische Liebesgeschichte nach dem Schema: Frau trifft Mann. Frau hasst Mann. Frau trifft Mann wieder und verliebt sich.
Trotz dieses einfach durchschaubaren Drehbuches wird das Interesse durch Wirrungen und Irrungen aufrecht erhalten.

Karan Kapoor (Saif Ali Khan) arbeitet bei einer der führenden indischen Zeitungen als Cartoonist. „Hum“ und „Tum“ sind seine Cartooncharaktere. Karan trifft Rhea (Rani Mukherjee) im Flugzeug Richtung USA. Sie sind sich in beinahe allem unstimmig; also sozusagen die absoluten Gegensätze. Um alles auf einen rechten Weg zu bringen küsst Karan Rhea was allerdings zu einem Disaster
ähnlichen Ende der Begegnung führt, aber nicht zum Ende der Bekanntschaft. Denn keine sechs Monate später trifft sich das Duo in einem Park in New York wieder. Rhea hat den Kuss nicht vergessen und beschließt die Katze aus dem Sack zu lassen was dazu führt, dass Karan seine Freundin (Shenaz Treasurywala) verliert. Rhea und Karan begegnen sich in weiteren unterschiedlichen Lebensphasen und werden zu guten Freunden. Rhea erlebt einige persönliche Tragödien in ihrem Leben, aber Karan steht ihr bei. Er versucht sogar sie mit seinem Freund Mihir (Jimmy Shergill), natürlich nur mit dem Einverständnis von Rhea’s Mutter (Kirron Kher), zu verkuppeln. Aber wie zu erwarten funktioniert auch dies nicht. Denn stattdessen verlobt sich Mihir mit Karan’s Freundin Diana (Isha Koopikar). Doch das ist nicht das Ende, denn das Schicksal hat noch andere Pläne mit Karan und Rhea........

Hum und Tum, Karan’s Cartooncharaktere, würzen die ganze Handlung in der Vergangenheit und Gegenwart auf. Denn an ihren Geschichten sieht man die Situation bzw. den Gemütszustand in dem sich Karan und Rhea befinden. 

Diese Romanze, die sechs Jahre und viele Städte (Amsterdam, New York, Paris, Delhi, Bombay) umspannt, ist ein einfach anzusehender Film, in denen die Charaktere gut definiert sind. 

Wie in fast jedem indischen Film kommt es auch hier zu einigen merkwürdigen Zufällen/Ereignissen. So z.B. ruft Karan Rhea an, ohne jedoch jemals von ihr eine Nummer bekommen zu haben und in einer anderen Situation ist er in der Lage, trotz eines stark angetrunkenen Zustandes, eine Kutsche zu holen. 

Aber Kunal Kholi hat einen guten Job getan. Saif ist perfekt für die Rolle als Karan, des schelmischen, einheimischen Mannes dessen einziges Ziel im Leben es ist mit jeder attraktiven Frau auszugehen. Der ganze Film lastet auf seinen Schultern, denn im wesentlichen geht es um den Reifeprozess des unverantwortlichen 22jährigen der nach Amerika fliegt und dessen Charakter sich über die Jahre entwickelt.

Rani hat die Rolle der klügeren, bodenständigen Punjabi-Frau, die weiss was sie will, gut gespielt. In den tränenreichen Szenen tritt sie hervor, während sie sich bei den Witzigen Saif anpasst.

Kirron Kher ist als Rhea’s Mutter mit ihrem Punjabi-Akzent und Verhalten brillant und auch die anderen Schauspieler Rishi Kapoor, Rati Agnihorti, Jimmy Shergill und Isha Koopikar sind überzeugend.

Alles in allem ist „Hum Tum“ ein Wohlfühl-Film, der das Publikum gut anspricht.

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